Prof. Dr. Ralph M. Wrobel Experte für Wirtschaft + Politik + Geschichte
Prof. Dr. Ralph M. WrobelExperte für Wirtschaft + Politik + Geschichte

Soziale Gerechtigkeit in der Sozialen Marktwirtschaft

(praxisnaher wissenschaftlicher Vortrag, ca. 60 min, mit anschl. Diskussion)


Die „soziale Gerechtigkeit“ ist nicht nur in Deutschland ein immer wieder gerne verwendetes Totschlagargument. Wer gegen sie verstößt, hat sich politisch und menschlich unmöglich gemacht. Gerade in einer Sozialen Marktwirtschaft gehört die soziale Gerechtigkeit  – so scheint es zumindest – zum Wirtschaftssystem dazu. Aber was ist soziale Gerechtigkeit eigentlich? Und gehört sie wirklich zur Sozialen Marktwirtschaft? Man kann auch anders argumentieren!

In seinem Vortrag ordnet Professor Wrobel die soziale Gerechtigkeit zunächst in den Katalog gesellschaftlicher Grundwerte ein (vgl. oben). Dabei stellt er fest, dass es durchaus unterschiedliche Sichtweisen gibt. So kann soziale Gerechtigkeit als Verteilungs- oder Verfahrensgerechtigkeit verstanden werden. Ein gerechtes Verfahren in der Wirtschaft schließt aber eine gerechte Verteilung der Produktionsergebnisse aus und umgekehrt, zumal völlig unklar ist, was „ge-recht“ bedeutet. Um das Problem zu lösen, untersucht Professor Wrobel darauf die Meinun-gen der Väter der Sozialen Marktwirtschaft, Walter Eucken, Ludwig Erhard und Alfred Mül-ler-Armack. Wie Professor Wrobel deutlich macht, gab es schon bei der Einführung der So-zialen Marktwirtschaft in Deutschland unterschiedliche Sichtweisen zur sozialen Gerechtig-keit. Doch erst im Zeitalter der keynesianisch geprägten Globalsteuerung der 70er Jahre wurde der Begriff zur alles bestimmenden Idee der Wirtschaftspolitik. Deutschland verwan-delte sich dementsprechend von einer Sozialen Marktwirtschaft zu einem Wohlfahrtsstaat. Dass dieser kaum noch bezahlbar ist und keine Anreize zum selbstverantwortlichen Handeln bietet, ist heute leider klar.
Daher fordert Professor Wrobel, in der Sozialpolitik vom Wohlfahrtsprinzip wieder zum Sub-sidiaritätsprinzip zu wechseln. Der Staat sollte nur das Existenzminimum sichern, nicht aber als Anbieter einer Rundumabsicherung verstanden werden. Dass dies nicht nur für die ein-zelnen Bürger, sondern auch für Unternehmen gelten muss, spricht er dabei deutlich aus. Denn auch Subventionen und Bankenschutzschilde sind nichts anderes als Auswüchse wohl-fahrtsstaatlichen Denkens. Professor Wrobel empfiehlt den Sozial- wie den Wirtschaftspoliti-kern in Deutschland daher, „Wohlstand für alle“ im Sinne Ludwig Erhards durch marktwirt-schaftliche Regeln für alle zu schaffen. Daneben sollte in der Sozialpolitik das Konzept der sozialen Sicherung zugrunde liegen. Die soziale Gerechtigkeit gehört für ihn hingegen auf den Müllhaufen der Geschichte.

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