Prof. Dr. Ralph M. Wrobel Experte für Wirtschaft + Politik + Geschichte
Prof. Dr. Ralph M. WrobelExperte für Wirtschaft + Politik + Geschichte

Energiewende ohne Markt?

Perspektiven für die Soziale Marktwirtschaft

(praxisnaher wissenschaftlicher Vortrag, ca. 60 min, mit anschl. Diskussion)

Deutschland ist verwirrt! Einerseits wird Energie immer teuer, egal ob in Form von Strom oder Benzin. Andererseits macht uns die Atomkatastrophe von Fukushima deutlich, dass die Zeit der Atomenergie vorbei ist. Alle sind sich einig: eine „Energiewende“ muss her! Aber niemand weiß, wie sie funktionieren soll. So wurde von der Bundesregierung der Atomaustieg beschlossen, Alternativen können aber nicht konkret benannt werden. Dabei wäre eine marktwirtschaftlich orientierte Energiewende so einfach!

In seinem wissenschaftlichen, aber anschaulichen und praxisnahen Vortrag analysiert Prof. Wrobel zunächst die Struktur des deutschen Energiemarktes. Dabei konzentriert er sich insbesondere auf den Stromsektor. Schonungslos brandmarkt er die hier vorherrschende Vermachtung durch die vier großen Stromkonzerne RWE, Eon, Vattenfall und EnBW sowie ihre Verflechtung. Er erläutert konkret, wie die Stromkonzerne fette Zusatzgewinne über die Strombörse in Leipzig einfahren, und alles unter dem Deckmantel der Marktwirtschaft, die hier doch nur eine Form von Monopolkapitalismus darstellt. Doch – so Prof. Wrobel – es sind nicht nur die großen Stromkonzerne, die den deutschen Energiemarkt beherrschen. Auch die Politik greift durch Subventionen, Steuern und Regulierungen massiv ins Marktgeschehen ein und verzerrt damit die Preise, deren Lenkungsfunktion dadurch verloren geht. Dabei sind es nicht nur die regenerativen Energien, die profitieren, sondern immer noch auch die Atomkraft.

Kann der „gordische Knoten“ der Energiepolitik – bestehend aus den Zielen Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit – im marktwirtschaftlichen Sinne gelöst werden? Ja, aber die Realität ist trotzdem durch einen dirigistischer Atomausstieg und massive zusätzliche Subventionszahlungen gekennzeichnet. Doch wann werden wir merken, dass der Staat die technologische Entwicklung nicht steuern kann? Bereits heute wenden sich Umweltaktivisten gegen Ökoprojekte wie Offshore Windparks und die energetische Verwendung von „Biomasse“, wie man andersweitig verwendete Lebensmittel heute nennt. Deshalb entwirft Prof. Wrobel auf Basis des Konzeptes der Sozialen Marktwirtschaft Perspektiven für eine marktwirtschaftlich orientierte Energiewende. Er plädiert für eine vollkommene Entflechtung der Stromkonzerne, eine Internalisierung der externen Effekte der Stromproduktion durch einen verbesserten Emissionsrechtehandel und die Einführung einer umfassenden Haftpflicht für die Betreiber von Atomkraftwerken. Außerdem macht er deutlich, dass die Förderung von grundlegender Energieforschung viel mehr Sinn macht als die Subventionierung bestimmter, bereits bekannter, Technologien. So zeigt Prof. Wrobel einen Weg in eine marktwirtschaftlich orientierte Energiewende auf.

Honorar: auf Anfrage (plus Reise- und ggf. Übernachtungskosten)

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